Meine Welpen- und Jugendzeit

17.09.2016 von Becky (Kommentare: 0)

Hallo Freunde,

jetzt bin ich schon über 10 Monate alt und wohne schon mehr als 8 Monate in Kiel. Ihr glaubt ja gar nicht, was seitdem alles passiert ist.

Mein erstes Feuerwerk

Kaum in Kiel angekommen, gab es drei Tage später auch schon den ersten Schock. Draußen war es dunkel, nass, bitterkalt und ich hatte mich gerade auf dem Rasen vorm Haus hingehockt, um ein Häufchen zu machen, da blitzt, knallt und hallt es direkt neben mir ,als wenn mir der Himmel auf den Kopf fallen würde.

Papa hat mir zwar erklärt, das seien ”nur“ ein paar Idioten, die ihre letzten Silvesterknaller zündeten, aber ich hatte trotzdem voll Panik. Was weiß denn ein kleines Dackelmädchen wie ich über Silvester. Und – Menno – gestunken hat es auch ganz fürchterbar.

Inzwischen habe ich den Schreck von damals natürlich überwunden, aber es hat schon einige Wochen gebraucht.

Papa muss erzogen werden!


Ich fand es von Anfang an toll, bei Papa und Frauchen zu wohnen. Zum Schlafen hatte ich sogar mein Hundehäuschen aus Rhede dabei, außerdem meine Lieblingsdecken und mein Lieblingsstofftier.

In der ganzen Wohnung gab es schon extra Beckyplätze. Das flauschige Körbchen im Wohnzimmer wurde (und ist immer noch) so platziert, dass ich genau beobachten konnte (und kann), was an Menschenessen auf den Tisch kam (und kommt) und ob das Essen auch manierlich von statten ging (und geht).
Inzwischen habe ich mich aber doch dazu entschlossen, beim Essen unter dem Tisch zu liegen. Andauernd wird gekleckert und es fällt etwas auf den Boden, das ich dann wegräumen muss. Ihr versteht bestimmt, dass das viel besser geht, wenn ich direkt unter dem Tisch aufpasse...

Gut war auch, dass ich in Rhede, da wo ich geboren bin schon sooooooooooooo viel gelernt  und meiner Mama Goldi immer gut zugehört habe.

Die hat uns, also mir und meinen vier Geschwistern, nämlich erklärt, dass Menschen von Anfang an ordentlich erzogen werden müssen. Ganz wichtig dabei ist, dass sie das selber gar nicht merken. ;)

Wenn sie es richtig machen, dürfen sie mir dann  ein Leckerchen geben. Das reicht meistens schon völlig aus, damit sie den Spaß nicht verlieren.

Zuerst habe ich ihnen beigebracht, dass ich Becky heiße. Immer wenn sie das richtig gerufen haben, bin ich sofort angeflitzt gekommen. Und dann durften sie mir was geben oder mit mir toben und mich streicheln. Auch ”Mäuschen“, ”Madamchen“  oder ”Wo isse denn?“, waren ok, ich wollte ja nicht sofort zu streng sein.

Danach habe ich das auch mit ”Sitz“, ”Platz“ und ”Hier“ ausprobiert. Hund, haben die sich einen Dackel gefreut. Als besondere Belohnung  - also wenn das Rufen besonders toll war, habe ich mich bei ”hier!“ direkt auch vor den Papa hingesetzt  und hochgeschaut. Bei einer solchen Belohnung ist der vor Begeisterung immer ausgeflippt!

Dackeltipp: Immer aufgepasst, ob das auch alles wirklich richtig gemacht wird. Damit der Papa oder ein anderer Mensch nicht Sitz und Platz verwechselt, mache ich manchmal einfach das Falsche und teste, ob er das überhaupt merkt……………

Hier ein Beispiel beim Füttern

Auch Zerr- und Tobespiele  scheinen bei Papa sehr beliebt zu sein. Hier mal ein paar Beispiele, wie man es ”richtig“ macht. (Ich entschuldige mich an dieser Stell ausdrücklich für die Videoqualität. Der Papa ist einfach zu doof, um mich bei solch anspruchsvollen Übungen ordentlich zu filmen.

Wäsche sortieren

Ich frage mich ja wirklich immer wieder, wie dieser Haushalt überhaupt funktionieren konnte, bevor ich da war.

Das erste, was ich dem Papa im Haushalt beigebracht habe, war das Wäsche sortieren. Das ist nämlich ganz wichtig. Man darf nie niemals nicht alle Wäsche einfach so zusammen in eine Waschmaschine stecken. Und wer müsste es ausbaden, wenn die Wäsche nach dem Waschen eingelaufen oder abgefärbt wäre? Ich natürlich! Ich müsste dann mit einen schlecht angezogenen Papa auf die Straße!

Also habe ich ihm zuerst mal gezeigt, wie Wäsche richtig sortiert wird. Wir haben sogar extra ein Video gedreht, damit der Papa immer mal wieder nachschauen kann, falls er vergisst, wie es geht.

Welpengarten

Welpengarten? Ja, in Kiel gibt es einen Kindergarten für Dackel (andere Hunde dürfen da aber auch hin).

Die Zeit im Kindergarten war toll, besonders weil meine beste Freundin, die Candy von gegenüber auch da war. Candy ist ein Cavalier King Charles Spaniel Mädchen. Wir haben da immer voll rumgetobt und Fangen gespielt. Das machen wir auch heute noch.

Natürlich habe ich auch da die Erziehung nicht vernachlässigt, aber ich war dort nicht ganz so streng. Kirsten durfte mir sogar für Dackelsitz (dabei deutet man das Sitz nur an, sitzt aber nicht wirklich, sondern geht nur etwas in die Hocke, damit man schneller wieder lossprinten und weiterspielen kann) ein Leckerchen geben.

Außerdem gab es da total viele Klettergerüste, Tunnel oder Untergründe wie Wellbleche zum Ausprobieren. Das hat echt Spaß gemacht .Und ich hatte nirgendwo Schiss! Wenn ich da an die großen Welpen denke, die haben sich nie so schnell getraut. Ich bin dann immer vorgeklettert und die  durften hinter mir her. Hihi.

Nur eines habe ich da nicht verstanden. Ich hatte Papa schon beigebracht, dass er, wenn ich ganz schnell kommen soll, nur mit meinem Gummikätzchen zu quietschen braucht, damit ich sogar aufhöre mit den anderen Welpen zu spielen und schnell mal zu ihm komme.

Das war da aber gar nicht gerne gesehen. ”Man würde damit den Jagdtrieb fördern und das wäre doof.“ Könnt ihr euch das vorstellen? Mein Papa ist so ein schlechter Jäger, der würde ohne mich nicht mal eine Spur als solche erkennen, wenn er direkt darauf `rumtrampelt. Ich, Becky (eigentlich Kitty) vom Prinzenbusch bin ein echter Jagddackel, da muss nichts mehr gefördert werden, das liegt mir einfach im Blut. Da kann sowieso nicht mehr gefördert werden. Das ist alles schon da! ;)

Inzwischen ist der Dackelkindergarten aber schon lange vorbei, weil ich ja schon zu groß dafür bin.

Ich war sogar schon einmal läufig. Das war echt easy und problemlos. Nur die Jungs waren extrem nervig und haben immer versucht meinen Po… oder so… abzuknutschen. Warum muss ich an die Leine, wenn die ohne laufen dürfen. Das war schon fast sexuelle Belästigung, was die gemacht haben!

  • Pfötchengruß und Teckelheil
    Deine Becky

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